Überblick
Datensicherung und Wiederherstellung gehören zur Administration jedes Unternehmens in Ottili ONE. Dieser Artikel erklärt, was gesichert wird, welche Backup-Arten es gibt, wie Verschlüsselung at rest funktioniert, wie Sie einen Restore durchführen und welche Sicherheits- und Mandanten-Regeln gelten. Alle Angaben auf dieser Seite sind aus dem Backup Service von Ottili ONE und den Product-Truth-Registern abgeleitet – sie werden aus einer einzigen, kanonischen Quelle gerendert und nicht hartkodiert oder frei ergänzt.
Die übergeordnete Sicherheitsarchitektur (Mandanten-Isolation, Authentifizierung, Berechtigungen, Verschlüsselung, Secrets-Management, Audit) beschreibt die [Sicherheitsübersicht](/docs/security-overview). Dieser Artikel konzentriert sich auf Backups und Restore.
Wichtiger Hinweis zum Status:* On-Demand-Backups und Wiederherstellung über den Backup Service sind Live (v1)*. Geplante/automatisierte Backups und Point-in-Time-Recovery (PITR) sind In Development / qualifiziert* – sie sind operative Absicht, aber noch keine verifizierte, automatische Garantie. Verschlüsselung at rest ist opt-in (qualifiziert/Beta)*. Was diese Begriffe bedeuten, beschreibt [Feature-Status-Labels verstehen](/docs/understand-feature-status-labels).
Was wird gesichert (Scope)
Ottili ONE sichert die plattformweiten Unternehmensdaten Ihres Workspaces:
- PostgreSQL-Plattformdatenbank (company-scoped):* Kund:innen, Deals, Angebote, Bestellungen, Lager, Finanzen und Audit-Events.
- Redis-Cache (optional):* RDB-Snapshot der Cache-Daten, sofern ausgewählt.
- Datei-/Objektspeicher und Konfiguration*, soweit für Ihren Workspace anwendbar.
Alle Backups und Restores werden im verifizierten Unternehmenskontext (company-scoped) durchgeführt und sind berechtigungspflichtig. Ottili ONE ist mandantenbezogen: Eine gemeinsame Prüfung lehnt jede Anfrage ohne oder mit falschem Unternehmenskontext ab, und die Datenbank filtert jede Plattformzeile nach der verifizierten company_id. Mehr dazu in [Mandanten-Isolation](/docs/tenant-isolation).
Backup-Arten
- On-Demand-Backup (manuell):* Erstellen Sie ein Backup über den Bereich *Backup & Restore* in der Unternehmensverwaltung bzw. über den Backup Service. Dies ist Live (v1)* verfügbar.
- Geplante/automatisierte Backups:* Status In Development / qualifiziert*. Der Betrieb ist operative Absicht, aber wir beanspruchen aktuell keine verifizierte, automatische Point-in-Time-Recovery und behaupten nicht, dass Backups „regelmäßig getestet" würden. Planen Sie eigene Restore-Drills ein (siehe unten).
- Schema-spezifische Backups:* Gezielte Sicherung einzelner Schemata (z. B.
live,log,public) für fokussierte Wiederherstellung. - Backup-Rotation/Aufbewahrung (Retention):* Veraltete Backups werden anhand einer konfigurierbaren Aufbewahrungsrichtlinie automatisch rotiert.
Verschlüsselung at rest
Backups können at rest mit AES-256-GCM* verschlüsselt werden, sofern die Backup-Verschlüsselung aktiviert und eine Passphrase konfiguriert ist:
- Die Verschlüsselung ist opt-in* und konfigurationsabhängig (Flag
BACKUP_ENCRYPTION_ENABLEDplus konfigurierte Passphrase). - Ist die Verschlüsselung nicht konfiguriert, werden Backups unverschlüsselt* geschrieben – ein bewusstes, konfigurationsabhängiges Verhalten, kein universeller Schutz.
- Verschlüsselte Backups erhalten das Kennzeichen
.enc; die Entschlüsselung beim Restore erfolgt automatisch, wenn die Verschlüsselung konfiguriert ist.
Details zur Plattform-Verschlüsselung finden Sie in [Datenschutz-Kontrollen](/docs/privacy-controls).
Wiederherstellen (Restore)
Ein Restore ist eine schreibende, weitreichende Operation und daher abgesichert:
- Der Restore erfolgt über den Bereich *Backup & Restore* und erfordert eine explizite Bestätigung* (
confirm) sowie einen Berechtigungs-Guard* (standardmäßig aktiv). - Verschlüsselte Backups* werden am
.enc-Kennzeichen erkannt und bei konfigurierter Verschlüsselung vor dem Restore automatisch entschlüsselt. - Achtung:* Ein Restore überschreibt vorhandene Daten. Für Produktionsumgebungen empfehlen wir einen trockenen Durchlauf (Dry Run) bzw. eine Wiederherstellung zuerst in einer Staging-Umgebung.
- Restore-Drills* (gezielte Test-Wiederherstellungen) sind eine empfohlene Best Practice, um die Wiederherstellbarkeit regelmäßig nachzuweisen.
Verifizierung & Integrität
- Jedes Backup erhält eine SHA256-Checksumme*; die Integrität lässt sich über die Validierung prüfen (Datei vorhanden, dekomprimierbar, Checksumme stimmt überein).
- Die Backup-Rotation* löscht veraltete Backups anhand einer Aufbewahrungsrichtlinie (z. B.
retention_days,max_count, Mindestfreispeicher). - Empfehlung:* Prüfen Sie Backups nach der Erstellung und vor einem echten Restore, statt der bloßen Existenz eines Backup-Files zu vertrauen.
Mandantenisolation & Sicherheit
- Der Backup Service erfordert einen verifizierten Unternehmenskontext (
X-Company-ID); Anfragen ohne Kontext werden abgewiesen (HTTP 403). - Restore ist berechtigungs- und bestätigungspflichtig; nur autorisierte Administrator:innen können ihn auslösen.
- Secrets werden nicht im Klartext gesichert.* Sensible Werte werden über Umgebungsvariablen injiziert und beim Start validiert; siehe [Datenschutz-Kontrollen](/docs/privacy-controls) für das Secrets-Management.
Statusbegriffe / Verfügbarkeit
| Funktion | Status |
|---|---|
| On-Demand-Backup & Restore (Backup Service) | Live (v1)* |
| Geplante/automatisierte Backups & PITR | In Development (qualifiziert)* |
| Verschlüsselung at rest (AES-256-GCM) | opt-in (qualifiziert/Beta)* |
| Integritätsprüfung (SHA256) & Rotation | Live (v1)* |
Ottili ONE unterscheidet klar zwischen Live, Beta, Private Beta, In Development, Planned und Concept. Was diese Begriffe bedeuten, beschreibt [Feature-Status-Labels verstehen](/docs/understand-feature-status-labels).
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